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Bundesfreiwilligendienst in einem Naturerlebniszentrum | Stuzubi

Ökologischer Freiwilligendienst

Felix abloviert einen Bundesfreiwilligendienst in der ökoligischen Bildungsarbeit.

Felix hatte sich bereits für verschiedene Studiengänge an mehreren Hochschulen beworben, als er sich für den ökologischen Bundesfreiwilligendienst im Besucherzentrum für Natur- und Umwelterziehung „Drei Eichen“ in Buckow in Brandenburg entschied. „Ich hatte damals keinen Studienplatz bekommen“, erzählt er. Allerdings sei ein Freiwilligendienst von Anfang an sein Plan B gewesen.

Unter seinen Mitschülern seien Freiwilligendienste seit der Oberstufe ein Thema gewesen. Viele hätten diese Möglichkeit auch aus einer gewissen Planlosigkeit in Erwägung gezogen: „Ich selbst kannte Freiwilligendienste aber nur für soziale Tätigkeiten.“ Konkret habe er sich erst mit dieser Alternative befasst, als er von einem Freund erfahren habe, dass es den Bundesfreiwilligendienst auch im ökologischen Bereich gebe: „Nachdem ich mich vorher für Studiengänge wie Forstwirtschaft interessiert hatte, sprach mich das mehr an.“

Nach den Absagen der Hochschulen bewarb sich Felix beim Umweltzentrum „Drei Eichen“ und wurde sofort genommen. Die Einrichtung bietet Kindern die Möglichkeit, spielerisch die Natur zu entdecken. „Wir veranstalten zum Beispiel eine Schatzsuche, auf der sie Fragen zu Pflanzen und Bäumen beantworten müssen, zeigen ihnen, wie man aus Holz etwas schnitzt oder basteln zusammen“, berichtet Felix.

Freiwilligendienst in Brandenburg

Der abgenagte Baum zeigt: Hier war ein Biber am Werk.
Freiwilligendienst in Brandenburg

Zu seinen Aufgaben bei seinem ökologischen Freiwilligendienst in Brandenburg gehört es unter anderem, die Gäste – vorwiegend Schulklassen und Familien – nach der Ankunft zu ihren Zimmern zu bringen und die Kinder bei Freizeitaktivitäten zu begleiten. „Manchmal übernehme ich aber auch ein bisschen Hausmeisteraufgaben und fege den Hof“, sagt er.

Die Arbeit mit den kleinen Besuchern bereite ihm bei seinem Freiwilligendienst in Brandenburg in der märkischen Schweiz viel Freude. Auf den Wanderwegen beobachten die Gruppen Vögel, und mit etwas Glück zeigt sich auch einmal ein Biber. Regelmäßig kommen auch Kinder aus problematischen familiären Verhältnissen ins Naturerlebniszentrum. Erstaunlich sei, wie unterschiedlich gerade diese Teilnehmer auf die Naturerlebnisse reagieren: „Manche sind schwer beeindruckt, und anderen ist es total egal.“

In seinem ökologischen Bundesfreiwilligendienst könne er außerdem die Fähigkeit trainieren, selbstständig zu arbeiten – eine Kompetenz, die man im Studium in der Regel gut gebrauchen kann. Wenn sein Freiwilligendienst vorbei ist, will sich Felix noch einmal bei verschiedenen Hochschulen bewerben. Als Alternative könne er sich auch eine Ausbildung vorstellen, etwa als Mechatroniker oder Kfz-Mechaniker: „Aber wenn es mit dem Studium klappt wäre es schön, das macht ja auch Sinn, wenn ich schon Abi habe.“ Seiner ursprünglichen Fachrichtung wird er auch beim zweiten Anlauf treu bleiben: Forstwirtschaft gehört weiterhin zu seinen Favoriten.

Bundesfreiwilligendienst: Voraussetzungen, Gehalt, Einsatzstellen

Alter: ab Abschluss der Vollzeitschulpflicht, keine Altersobergrenze
Dauer: sechs bis 24 Monate, in der Regel ein Jahr
Arbeitszeit: Vollzeit, Teilzeit ist unter bestimmten Voraussetzungen auch möglich. Die Freiwilligen klären diese Möglichkeit mit der jeweiligen Einsatzstelle ab.
Vergütung: variiert nach Einsatzstelle, Taschengeld bis 402 Euro und Geld- oder Sachleistungen für Unterkunft und Verpflegung
Einsatzstellen: gemeinnützige Einrichtungen aus den Bereichen Soziales, Ökologie, Sport, Kultur, Integration und Zivil- und Katastrophenschutz

Der Bundesfreiwilligendienst wurde 2011 als Ersatz für den wegfallenden Wehr- und Zivildienst eingeführt. Insgesamt nahmen im Jahr 2018 mehr als 41.000 Menschen an einem Bundesfreiwilligendienst teil. Weitere Infos: www.bundesfreiwilligendienst.de.


Bundesfreiwilligendienst im sozialen Bereich – Erfahrungsbericht

Bundesfreiwilligendienst im Sport – Erfahrungsbericht


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