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Studiengänge in der Modebranche | Stuzubi

Studiengang Textildesign

Milena studiern Textildesign in Hof.

Die 20-jährige Milena Hofmann studiert Textildesign. „Mode ist meine Welt, ich könnte aber auch in der Autoindustrie arbeiten“, sagt sie. Wie vielfältig die TCLF-Branchen (Textile, Clothing, Leather and Footwear) sind, zeigt derzeit eine Kampagne der EU.

„Schon seit ich denken kann, begeistert mich Mode“, schwärmt Milena. Während ihre Mitschüler an der FOS für Gestaltung sich den Kopf über den richtigen beruflichen Weg zerbrochen hätten, sei sie selbst nie unschlüssig gewesen: „Ich habe mir immer gewünscht in die Textilbranche zu gehen.“ Manche Lehrer hätten ihr allerdings von dem Vorhaben abgeraten, Mode zu studieren: „Sie haben versucht, mir das auszureden mit dem Argument, Mode zu studieren wäre brotlos.“

Doch Erhebungen der EU zufolge ist die Textil- und Bekleidungsindustrie gerade in Deutschland ein starker Wirtschaftszweig, in dem qualifizierte Mitarbeiter gefragt sind. Außerdem sei ihr Studium nicht auf Berufe in der Mode beschränkt, räumt Milena ein. Auch in anderen Branchen wie der Medizintechnik würden zum Beispiel sogenannte technische Textilien verwendet: „Oder im Auto, die Sitze, der Himmel und Fußmatten, das sind alles Textilien.“

Im Studium lernt Milena nun, wie Stoffe produziert werden. Wer Mode studiert erfährt, wie Garn entsteht, wie der Webprozess abläuft und wie die Produktionsmaschinen funktionieren. Auch Gestaltung spiele eine große Rolle, berichtet die Studentin: „Wir haben viele Zeichenfächer und beschäftigen uns mit Wahrnehmung und damit, wie Elemente in einem Stoff angeordnet werden.“ Sie selbst zeichne ihre Entwürfe gerne von Hand: „Andere machen das aber direkt am Computer.“

Mode-Studium im Bereich Textil

Schon im Studium entwirft Milena Stoffe für die Modebranche.
Mode Bachelor

Im Unterricht werde der Umgang mit digitalen Textilsystemen geübt. Die Technik sei dabei sehr komplex. Der Designer kreiere den Stoff am PC und überspiele die Daten an die Webmaschine. Gemeinsam mit dem Webmeister werde die Maschine eingestellt und die Produktion gestartet.

Technisches Wissen bräuchten Designstudenten, die Mode studieren, aber kaum, versichert Milena. „Davon sind wir größtenteils verschont und können unserer Kreativität freien Lauf lassen“, sagt sie und lacht.

Konkrete Einblicke in den Beruf bietet das Mode-Studium im fünften Semester, das ein Praxissemester ist. Milena hat ihr Praktikum in einer Firma für Heimtextilien absolviert: „Dieser Bereich interessiert mich auch.“ Praktische Erfahrungen habe sie außerdem an der FOS bei einem Praktikum am Theater in der Schneiderei gesammelt. Zunächst habe sie Bedenken gehabt: „Jeden Tag kreativ sein zu müssen, davor hatte ich ein bisschen Angst.“ Es habe sich aber schnell gezeigt, dass ihre Befürchtungen unberechtigt gewesen seien: „Den Punkt, an dem man nicht mehr kreativ sein kann, gibt es nicht, wenn man mit Leidenschaft dabei ist. Dann lebt man das einfach.“ Beruflich umgesetzt hat Milena ihr Wissen aus dem Studium außerdem bei einem Kooperationsprojekt ihrer Hochschule mit einem Unternehmen aus der Modebranche. Der Stoff, den sie dafür entwickelt habe, werde für die Produktion von Einstecktüchern für Herrenanzüge und Krawatten eingesetzt, erzählt sie stolz. Nach dem Abschluss habe sie vor, sich bei einem Modeunternehmen oder einer Firma für Heimtextilien zu bewerben. Vorstellen könne sie sich aber auch, sich einmal mit einem eigenen Mode-Label selbstständig zu machen. „Das wäre mein kleiner Traum“, verrät sie.


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