Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Sozialwissenschaften studieren mit Therapie-Eule Hugo | Stuzubi

Studium Soziale Arbeit - Kuriosum in Dortmund

Professor Ingo Zimmermann mit seiner Eule auf dem Weg zur Hochschule.

Wäre Hugo ein Mensch, würde er seinen Bachelor vermutlich mit links schaffen. Das gefiederte kleine Kerlchen begleitet seinen Besitzer regelmäßig zu Veranstaltungen aus dem Studiengang Soziale Arbeit an die Hochschule. Wenn er seine Eule dabeihabe, seien die Studierenden konzentrierter und die Seminare seien lebendiger, sagt Hugos „Herrchen“, der Professor Ingo Zimmermann. Er betreut an der staatlich anerkannten Privathochschule IUBH Internationale Hochschule in Dortmund das Studium Soziale Arbeit.

Tiere haben eine therapeutische Wirkung – das ist seit langem bekannt und wird in den Berufsfeldern Soziale Arbeit oder auch der Psychotherapie genutzt. Auch in der Pädagogik werde mit Tieren gearbeitet, erklärt die Professorin Andrea Beetz, die sich an der IUBH unter anderem auf den Bereich tiergestützte Interventionen spezialisiert hat: „Ein Hund, der zu pädagogischen Zwecken in die Klasse genommen wird, hat sehr positive Effekte auf die Schüler.“

Doch funktioniert das auch mit einem so exotischen Tier wie einer Eule? Sein Hugo sei „kein normales Haustier, das gestreichelt werden will wie eine Katze“, räumt Zimmermann ein. Die Kontaktaufnahme sei viel distanzierter. Allerdings lasse sich über die Eule ein guter Bezug zwischen Themen aus dem Studium Soziale Arbeit und Bereichen wie Ökologie und Nachhaltigkeit herstellen.

Soziale Arbeit und Ökologie

Eule Hugo darf mit in die Vorlesung.
Studieren mit Tieren

Zimmermann hat einen Doktortitel im Studiengang Pflege- und Gesundheitswissenschaften und hat vor seiner Professorenstelle im Studiengang Soziale Arbeit viele Jahre als Psychotherapeut in der Psychiatrie gearbeitet. Außerdem ist er universitär ausgebildeter Waldachtsamkeitstrainer und Waldtherapeut und leitet regelmäßig Exkursionen und therapeutische Veranstaltungen mit den Schwerpunkten ökologische Entwicklung des Waldes, Tierschutz und Persönlichkeitsentwicklung. Eine seiner Zielsetzungen ist es deshalb, bei seinen Studierenden das Interesse an der Verbindung von sozialen und ökologischen Themen zu wecken. Mit der Unterstützung von Hugo gelinge das sehr gut, sagt der Professor.

Therapie mit Tieren

Eule Hugo kam zehn Tage nach dem Schlüpfen zu Professor Ingo Zimmermann.
Tiere in der Pädagogik

Seine Eule kam zu ihm zehn Tage, nachdem sie bei ihrer Züchterin aus dem Ei geschlüpft war. Die Eltern hätten sie zwar ausgebrütet, sich danach aber nicht mehr um ihr Küken gekümmert, berichtet der Professor. Wäre die Eule nicht vom Menschen mit der Hand aufgezogen worden, hätte die Hugo wohl nicht überlebt. Nun ist er zahm und bei seinem Adoptivvater geblieben. Grundsätzlich seien Eulen aber keine geeigneten Tiere für pädagogische oder therapeutische Zwecke, räumt Beetz ein. „Es ist und bleibt ein Wildtier“, sagt auch Zimmermann. Nur weil Hugo von Menschen großgezogen worden sei, könne man ihn problemlos zu den Vorlesungen im Studium Soziale Arbeit mitnehmen, betont Beetz. Das sei aber die große Ausnahme. Der Professor mit der Eule auf der Schulter dürfte damit ein Kuriosum bleiben, das nur die IUBH in Dortmund ihren Studierenden bieten kann.


Das könnte dich auch interessieren:

Ausbildung und Berufsalltag als Erzieherin

Pflegefachfrau – ein neuer Beruf mit vielen Perspektiven

Wirtschaftspsychologie studieren

Weitere Ratgeber zur Berufs- und Studienwahl