Checkliste für die erste Wohnung

Checkliste erste Wohnung: junge Frau mit Handy zwischen Umzugskartons

Nach der Schule beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Das bedeutet auch: In absehbarer Zeit wirst du von zu Hause ausziehen. Was rund um den Umzug zu tun ist, zeigt dir unsere Checkliste für die erste eigene Wohnung: Du musst dich beim Einwohnermeldeamt ummelden und bei der Post einen Nachsendeantrag stellen, brauchst einen Energieversorger, einen Internetanschluss und vielleicht auch einen Telefonanschluss. Unter Umständen musst beim Umzug in die erste eigene Wohnung du bestimmte Versicherungen abschließen und dich um die Wohnungseinrichtung kümmern – von den Möbeln bis zu Lampen, Geschirr, Besteck und sonstigen Gebrauchsgegenständen. Unser Beitrag „Checkliste für die erste Wohnung“ hilft dir dabei, deinen Auszug vom Elternhaus zu organisieren.

Die erste eigene Wohnung: alles, was du wissen musst

    Checkliste für die erste Wohnung: To Dos auf einen Blick

    Wenn du bei deinen Eltern ausziehst, gibt es einiges zu tun. In unserer Checkliste für die erste Wohnung findest du alle Tasks, die du beim Umzug in eine eigene Bleibe erledigen musst. Ziehst du in eine WG oder ein Wohnheim, fallen bestimmte Dinge weg – ein Stromanbieter, WLAN oder teils auch Möbel können hier beispielsweise schon vorhanden sein.

    Checkliste für die erste Wohnung

    • Mietvertrag checken (lassen)
    • Kaution organisieren: Eigenmittel oder Bürgschaft Eltern
    • Wohnungsübergabe: Mängel dokumentieren und Zählerstände ablesen
    • Stromanbieter: Preise vergleichen und Vertrag abschließen
    • Internet & Telefon: Anbieter suchen & Vertrag abschließen oder alten Vertrag übertragen
    • Wohnsitz anmelden: Neue Adresse beim Einwohnermeldeamt melden
    • Rundfunkgebühren: eigenen Haushalt bei der GEZ anmelden (fällt bei WGs weg, wenn die Wohnung schon angemeldet ist)
    • Post: Nachsendeantrag stellen
    • Adressänderung mitteilen: neue Adresse kommunizieren, z.B. an Bank, Arbeitgeber etc.
    • Versicherungen: prüfen, wo Familienversicherung besteht und ggf. eigene Verträge abschließen
    • Wohnungseinrichtung: prüfen, welche Möbel und Gegenstände vorhanden sind und Fehlendes besorgen
    • Umzug: Umzugshelfer organisieren, Kartons besorgen, packen, großes Auto leihen – und ab geht‘s

    Tipps zur Wohnungssuche

    Viel Zeit einplanen solltest du für die Wohnungssuche. Gerade in Universitätsstädten sind günstige Apartments und WG-Zimmer wegen der hohen Nachfrage oft schwer zu bekommen. Suchst du etwa in München, Berlin, Hamburg, Stuttgart, Köln, Frankfurt, Leipzig, Düsseldorf, Essen oder Dortmund bezahlbaren Wohnraum, kann das Monate oder sogar bis zu einem Jahr dauern.

    Zur Wohnungssuche kannst du Internetportale nutzen, aber auch nach Aushängen an der Uni schauen, beim Studierendenwerk fragen oder deinen Ausbildungsbetrieb um Unterstützung bitten. Gute Chancen auf einen Platz in einem Studierendenwohnheim oder Wohnheimen für Azubis hast du, wenn du für dein Studium oder deine Ausbildung in eine andere Stadt ziehst. Außerdem bieten teilweise auch Senior*innen günstige oder sogar manchmal kostenfreie Wohnungen für Studierende gegen Hilfsleistungen im Alltag an. Über solche Projekte kannst du dich ebenfalls bei deinem Studierendenwerk informieren.

    Mehr zum Thema:

    Checkliste für die erste Wohnung 1

    Mietvertrag und Wohnungsübergabe

    Hast du eine Wohnung gefunden, unterzeichnest du und dein*e Vermieter*in einen Mietvertrag. Bei großen Organisationen, etwa Wohnbaugesellschaften oder auch Studierendenwohnheimen, sind das meistens Standardverträge. Das bedeutet: Du hast kaum Verhandlungsspielräume. Dennoch solltest du dir den Vertrag genau durchlesen, damit du weißt, welche Rechte und Pflichten du hast. Mietest du deine erste eigene Wohnung von einer Privatperson oder schließt du einen Untermietvertrag ab, solltest du den Vertrag genau prüfen. Sind Passagen enthalten, die dich benachteiligen oder die rechtlich gar nicht zulässig sind, dann sprich mit deinem/deiner Vermieter*in über eine Anpassung des Vertrags.

    Hast du den Mietvertrag unterschrieben, wird in der Regel eine Kaution von bis zu drei Monatsmieten fällig, die du beim Auszug zurückbekommst – vorausgesetzt, du hast die Wohnung nicht beschädigt und keine Mietschulden. Die Schlüssel für deine neue Wohnung bekommst du bei der Wohnungsübergabe. Bei diesem Termin wird die Wohnung auch noch einmal genau besichtigt und sämtliche Mängel und Beschädigungen werden in einem Protokoll festgehalten. Achte bei dem Treffen darauf, dass alles in Ordnung ist. Fallen dir Schäden auf, fotografiere sie am besten mit deinem Handy, um nachweisen zu können, dass du sie nicht verursacht hast. Ebenfalls wichtiger Bestandteil der Checkliste für die erste Wohnung: Halte bei der Wohnungsübergabe die Zählerstände für den Energieverbrauch fest.

    Erste eigene Wohnung: Was braucht man?

    Wenn du von zu Hause ausziehst, stehen in der Regel einige Neuanschaffungen an. Was du für deine erste eigene Wohnung alles brauchst, hängt natürlich von deinen persönlichen Wünschen und deinem finanziellen Budget ab. Wenn du erst einmal nicht so viel Geld ausgeben möchtest oder kannst, empfiehlt es sich, die Möbel aus deinem alten Zimmer mitzunehmen. Dann bist du zumindest schon einmal mit Bett, Schrank und Schreibtisch ausgestattet.

    Ziehst du in eine WG, in der Bad und Küche gemeinsam genutzt werden, reicht das für den Anfang unter Umständen schon. Beziehst du eine eigene Wohnung, brauchst du eine Ausstattung für Küche, Bad und Flur:

    Checkliste für die erste Wohnung – Möbel und Gebrauchsgegenstände

    Küche

    • Geschirr
    • Besteck
    • Töpfe
    • Pfannen
    • Küchenutensilien (Schöpflöffel, Pfannenwender)
    • Ggf. Küchengeräte (Mixer, Pürierstab, Wasserkocher)
    • Ggf. Kaffeemaschine
    • Ggf. Mikrowelle / Thermomix
    • Küchenhandtücher

    Bad

    • Badschränke
    • Handtücher
    • Toilettengarnitur
    • Seifenspender/Seifenschale

    Flur

    • Garderobe
    • Ggf. Schuhregal / Schuhschrank

    Möchtest du nicht mit einfachen Glühbirnen an der Decke leben, brauchst du außerdem für jeden Raum eine Lampe – und jemanden, der oder die sie anschließen kann.

    Extra-Tipp: Schnäppchen für deine Wohnungsausstattung findest du auf Verkaufsportalen im Internet und auf Flohmärkten.

    Wie organisiert man einen Umzug?

    Bevor du mit dem eigentlichen Umzug beginnst, brauchst du erst einmal genügend Umzugskartons. Die bekommst du zum Beispiel im Baumarkt oder du leihst sie dir von Freund*innen oder Verwandten aus. Dann packst du alles, was du in deine erste eigene Wohnung mitnehmen möchtest, ein. Damit es später beim Auspacken schneller geht, macht es Sinn, die Kartons zu beschriften, zum Beispiel mit „Kleiderschrank“, „Küche“ oder „Bad“. Tipp: Sortiere bei der Gelegenheit gleich alles Unnötige aus und verschiebe das nicht auf die Zeit nach deinem Umzug.

    Um die Möbel in deinem alten Zimmer ab- und in der neuen Wohnung wieder aufzubauen, brauchst du einen gut ausgestatteten Werkzeugkasten. Hast du empfindliche Gegenstände, etwa Tischplatten aus Glas oder Spiegel, ist es ratsam, diese für den Transport zum Schutz in Decken oder Laken einzuwickeln. Gerade bei weiteren Umzugsstrecken, die du nicht mehrfach fahren möchtest, ist außerdem ein großes Auto, in der Regel ein Van bzw. kleiner Lieferwagen, nötig. Den bekommst du bei einer Autovermietung oder teilweise auch bei Carsharing-Anbietern.

    Den Umzug selbst kannst du, wenn du in eine kleine Wohnung oder in ein WG-Zimmer ziehst, an einem Wochenende schaffen – vorausgesetzt, du hast zwei bis drei Umzugshelfer*innen und es stehen in der neuen Wohnung keine Renovierungsarbeiten an.

    Checkliste für die erste Wohnung – was brauchst du für den Umzug?

    • Umzugshelfer*innen
    • Umzugskartons
    • Werkzeug zum Möbel Ab- und Aufbauen
    • Decken / Laken
    • Klebeband
    • Lieferwagen / großes Auto

    Behördengänge und Organisatorisches beim Umzug

    Für Organisatorisches und Behördengänge solltest du einige Wochen einkalkulieren. Zwar ist der Gang zum Amt meistens in einigen Stunden erledigt, bei manchen Behörden musst du jedoch im Vorfeld einen Termin buchen mit langen Vorlaufzeiten. Bis spätestens zwei Wochen nach deinem Umzug musst du dich laut Bundesmeldegesetz beim Einwohnermeldeamt anmelden – deine neue Adresse wird dann in deinen Ausweis eingetragen. Hast du ein eigenes Auto, muss du es bei der Kfz-Zulassungsstelle ebenfalls unter deiner neuen Adresse ummelden, und zwar bis spätestens vier Wochen nach dem Einzug oder je nach Region auch früher. Allerdings kann es sinnvoll sein, das Auto auf deine Eltern anzumelden, weil du dann unter Umständen weniger für die Versicherung zahlst.

    Empfehlenswert ist es außerdem, bei der Post einen Nachsendeantrag zu stellen. Alle Postsendungen werden dann automatisch an deine neue Adresse geschickt. Der Nachsendeantrag gilt für ein halbes Jahr und kann danach um sechs Monate verlängert werden. Bis dahin solltest du deine neue Adresse an alle relevanten Stellen – etwa deine Bank, Vereine, in denen du Mitglied bist, etc. – kommuniziert haben.

    Ziehst du in eine eigene Wohnung, brauchst du einen Stromanbieter. Schließt du keinen Vertrag ab, bekommst du zwar weiterhin Strom – allerdings im Grundversorgungstarif des lokalen Anbieters, der oft teuer ist.

    Wenn du zu Hause schon einen eigenen Vertrag für einen Internetanschluss hast, kannst du diesen normalerweise in deine neue Wohnung mitnehmen. Die meisten Jugendlichen, die noch zuhause wohnen, nutzen aber den WLAN-Anschluss ihrer Eltern und müssen für ihre erste eigene Wohnung einen neuen Vertrag abschließen. Ebenfalls wichtig: Ziehst du in eine eigene Wohnung, musst du sie, wenn sie noch nicht für die GEZ-Gebühren angemeldet ist, ab dem Monat deines Einzugs für die Rundfunkgebühren anmelden. Das geht online unter rundfunkbeitrag.de/buergerinnen-und-buerger/formulare/anmelden#step_personendaten.

    Krankenversichert bist du im Studium in der Regel weiterhin über deine Eltern und in der Ausbildung über deinen Arbeitgeber. Sinnvoll ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung, falls du nicht über deine Familie mitversichert bist. Eine Hausratversicherung lohnt sich nur, wenn du in deiner Wohnung wertvolle Möbel oder Gebrauchsgegenstände hast.

    Für Strom, Internet oder Versicherungen solltest du auf jeden Fall mehrere Angebote einholen und vergleichen – die Preisunterschiede sind oft groß.

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    Checkliste für die erste Wohnung: Zeitplan

    Wie gut du deinen Umzug in die erste eigene Wohnung vorbereiten und wie viel Zeit du dafür einplanen solltest, hängt davon ab, wie weit du von zu Hause wegziehst. Ist die Uni, die Hochschule oder dein Ausbildungsplatz in der Stadt, in der deine Eltern leben, oder zumindest in einer Entfernung, dass du pendeln kannst, kannst du das Ganze entspannter angehen. Fehlt etwas oder dauert es mit dem Internetanschluss länger, hast du dein früheres Kinderzimmer als Backup, in das du vorübergehend zurückkehren kannst. Liegt deine erste eigene Wohnung aber mehrere Hundert Kilometer von deinem Elternhaus entfernt, ist gute Organisation gefragt, damit du dann stressfrei ins Studium oder in die Ausbildung starten kannst.

    AufgabeZeitraum
    Wohnung findenzwei Monate bis ein Jahr
    To Dos rund um den Mietvertragein bis zwei Wochen
    Wohnungsausstattung zusammenstellen und verpackenzwei bis sechs Wochen
    Energieversorger / Versicherungsanbieter finden und Verträge abschließenca. zwei Wochen
    Umziehen (Transport und Aufbau / Aufstellen der Möbel)zwei bis acht Tage
    Behördengängeinnerhalb von spätestens zwei bis vier Wochen nach dem Umzug

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