Elektroniker*in

Elektroniker*innen (frühere Bezeichnung: Elektriker*in) sind Expertinnen und Experten für alle Anlagen und Geräte, die mit Strom betrieben werden. Da es in diesem Beruf auch um das Thema Energie geht, insbesondere elektrische Energie, hast du die Möglichkeit, aktiv einen Beitrag zur Energiewende und damit für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu leisten (z.B. sind Tätigkeiten in den Bereichen E-Mobilität und erneuerbare Energien möglich). Weil die Arbeit mit Strom und Starkstrom (lebens)gefährlich sein kann, ist in dem Beruf verantwortungsbewusstes Arbeiten und die Einhaltung zahlreicher Sicherheitsvorschriften nötig.

Dauer:

3,5 Jahre

Einstiegsgehalt (brutto):

ab ca. 2.700 €

Ausbildungstyp:

Duale Berufsausbildung

Empfohlener Schulabschluss:

Realschulabschluss oder Abitur

Berufe von A-Z: Ausbildungsberuf Elektroniker*in

Das machst du in deiner Ausbildung zum/zur Elektroniker*in

  • Du  installierst, wartest, überprüfst und reparierst Anlagen und Geräte, die mit Strom betrieben werden.
  • Du erstellst Schaltpläne und setzt sie um, indem du Kabel, Anschlüsse und Schaltungen nach dem vorgegebenen Schaltplan installierst.
  • Du stellst Anlagen und Geräte ein und programmierst sie.
  • Du wertest Messdaten aus.
  • Du installierst Software und programmierst unter Umständen manchmal auch Software zur Steuerung von Anlagen
  • Du schulst Kunden in der Bedienung von Anlagen und Geräten

Was musst du mitbringen?

Fit in Physik 90%
Fit in Mathe 75%
Interesse an Technik 100%
Fit in Englisch 60%

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Was erwartet dich in dem Job als Elektroniker*in?

Elektroniker*in ist ein handwerklich-technischer Beruf. Mit entsprechenden Werkzeugen stellst du elektrische Anschlüsse her, baust Schaltungen ein oder verlegst und verbindest Kabel, indem du sie zusammenlötest. Dabei bist du unter Umständen auch im Freien tätig und an schwer zugänglichen Stellen, manchmal unter schwierigen Bedingungen. Zum Beispiel kann es sein, dass du in Produktionsanlagen Kabel und Anschlüsse kopfüber verlegst, Installationen in großer Höhe durchführst oder Kühlanlagen bei kalten Temperaturen arbeitest. 

Zu deinen Aufgaben gehört auch, selbstständig geeignete technischen Lösungen zu finden für bestimmte Anforderungen von Kunden. Weil du dich dazu mit Kunden oder auch Kolleginnen und Kollegen abstimmen musst, ist es wichtig, dass du dich gut ausdrücken und Zusammenhänge erklären kannst. Ebenfalls gefragt sind im Beruf gute Englischkenntnisse, denn viele Beschreibungen und Anleitungen sind nur in Englisch verfügbar und haben keine deutsche Übersetzung.

Deine Arbeitsorte wechseln wahrscheinlich häufig, denn du wirst oft an verschiedenen Anlagen und Geräten beim Kunden vor Ort eingesetzt. Je nach Unternehmen ist es auch möglich, dass du dafür eine Zeit lang ins Ausland geschickt wirst. 

Arbeitsorte

  •          Fabriken und Produktionsstätten

  • Gebäude jeder Art (Wohnungen, Bürogebäude, öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kliniken etc.)

  • Werkstätten

  • Baustellen

  • Kraftwerke

  • Umspannwerke

  • Verkehrsanlagen

  • Teilweise Arbeit im Büro (zum Beispiel bei Programmierarbeiten oder dem Erstellen von Schaltplänen)

Nützliche Skills

Als Elektroniker*in brauchst du handwerkliches Geschick und ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, damit du Schaltpläne lesen und verstehen kannst. Außerdem solltest du die Bereitschaft mitbringen, deine Kenntnisse in fachbezogenem Englisch auszubauen. Denn um die oft nur in Englisch erhältlichen Unterlagen und Betriebsanleitungen zu verstehen, sind die Englischkenntnisse, die du aus der Schule mitbringst, nicht ausreichend. Wichtig ist in dem Beruf auch Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein, denn du arbeitest mit Strom und Starkstrom. Machst du bei der Arbeit Fehler, kann das unter Umständen für dich oder für andere Menschen lebensgefährlich sein.

Digital & innovativ

Ebenfalls hilfreich ist die Fähigkeit, sich immer wieder in neue Technologien einzuarbeiten. Denn in diesem Beruf ist lebenslanges Lernen gefordert. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien entwickelt sich die Technik rasant weiter. Schon 2003 wurde der Beruf Elektriker*in durch den Beruf Elektroniker*in ersetzt und die Ausbildung an die sich stetig weiterentwickelnden technischen Neuerungen angepasst. Um der zunehmenden Digitalisierung Rechnung zu tragen, wurde die Ausbildung später noch einmal überarbeitet. Die neue Ausbildungsordnung, die auch digitale Technologien berücksichtigt, trat zum Ausbildungsjahr 2018 in Kraft.

Spezialisierungsmöglichkeiten in der Ausbildung zum/zur Elektroniker*in

Branchen & Einsatzfelder

Als Elektroniker*in hast du ein breites Spektrum beruflicher Möglichkeiten. Du kannst in Unternehmen aus völlig unterschiedlichen Branchen arbeiten. Der öffentliche Sektor steht die ebenfalls offen. Du kannst dich außerdem bei Betrieben unterschiedlicher Größen bewerben: vom kleinen Familienunternehmen bis zum  internationalen Konzern. Auch der Aufbau eines eigenen Unternehmens ist möglich.

Hier können Elektroniker*innen tätig werden:

Weiterbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung zum/zur Elektroniker*in

Neue Technologien gehören bei diesem Berufsbild zum Arbeitsalltag, denn Technologien entwickeln sich stetig weiter. Das bedeutet: Du musst dich laufend fortbilden, um auf dem aktuellen Stand zu sein. Dich erwartet lebenslanges Lernen. Darüber hinaus hast du nach der Ausbildung verschiedene Möglichkeiten, dich für höher qualifizierte Tätigkeiten weiterzubilden – mit entsprechenden Karriere- und Gehaltsperspektiven.

Weiterbildungen für Elektroniker*innen:

Weitere Berufsbilder kannst du in der Rubrik Berufe von A bis Z und auf dem Stuzubi YouTube Kanal kennenlernen.

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Weitere Informationen rund um verschiedene Berufsbilder findest du auf unseren Social Media Kanälen.

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Eine Antwort

  1. Da mein Sohn sich für eine Ausbildung interessiert, habe ich diesen Artikel über den Beruf des Elektronikers mit ihm geteilt. Die Beschreibung der Arbeit und der Arbeitsort klingen sehr interessant und informativ. Es ist großartig, solche Ressourcen zu haben, um jungen Menschen bei ihrer beruflichen Orientierung zu helfen. Ich wusste nicht, dass Elektriker auch auf Baustellen arbeiten.

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