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Die Facharbeit – Anleitung in fünf Schritten

Wissenschaftliches Arbeiten klingt spannend – allerdings müssen Forschernaturen ihren Entdeckergeist auch immer wieder zügeln und eine Reihe von Formalitäten beachten. Worum es dabei geht, erfahren Schüler bei der Facharbeit oder Seminararbeit, die ihnen Einblicke in den Alltag an der Uni verschaffen soll. Unsere Anleitung hilft dir Schritt für Schritt, deine erste wissenschaftliche Arbeit als Schüler zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

Themenwahl der Facharbeit – Schritt 1

Damit die Facharbeit keine Quälerei wird, solltest du dir natürlich ein Thema suchen, das dich interessiert. Voraussetzung ist außerdem an vielen Schulen, dass die Thematik der Facharbeit in irgendeiner Form im Unterricht behandelt wurde. Gedanken machen solltest du dir auch darüber, mit welchen Methoden du arbeiten möchtest: Liegen dir Versuche? Hast du Spaß an einer Umfrage? Oder willst du einfach nur Literatur auswerten?

Sinnvoll ist es auch, die Themenwahl im Vorfeld mit der betreuenden Lehrkraft zu besprechen. Am besten entscheidest du dich erst einmal für ein etwas breiteres Themenfeld, das dich interessiert, und das du mit Methoden bearbeiten kannst, mit denen du gut zurechtkommst. Die konkrete Ausformulierung des Themas findet in der Regel in Abstimmung mit der Lehrkraft statt, denn um einschätzen zu können, ob eine wissenschaftliche Fragestellung funktioniert, ist ein etwas umfangreicheres Fachwissen hilfreich.

Beispiele für Facharbeitsthemen:

  • Analyse der Novelle „Erdbeben in Chili“ und Vergleich der Beziehung zwischen Jeronimo und Josephe einerseits (Erdbeben in Chili) und Ferdinand und Luise (Kabale und Liebe) andererseits (Deutsch)
  • Primzahlen und ihre Anwendung in der Kryptographie (Mathematik)
  • Does stricter gun control avoid massacres in schools? (Englisch)
  • Windkraft und ihre praktische Nutzung (Physik)

Literatursuche für Facharbeiten – Schritt 2

Wissenschaftliches Arbeiten bedeutet zunächst, den aktuellen Forschungsstand zu einem Thema darzustellen. Um herauszufinden, was über dein Thema in jüngster Zeit veröffentlicht wurde, kannst du erst einmal mit einer Internetrecherche beginnen. Unter Umständen musst du auch in die Bibliothek fahren, um an relevante Bücher und Zeitschriften zu kommen. Am besten fängst du bei deiner Literaturrecherche mit einem möglichst neuen Aufsatz oder Buch an und durchforstest das Literaturverzeichnis nach Material, das du für dein Thema verwenden kannst. Arbeite dich mit dieser Methode Schritt für Schritt durch die einzelnen Werke. Dabei gilt: Was von vielen Autoren zitiert wird, ist von besonderer Wichtigkeit.

Das Thema ist gewählt, die Literatur ist beschafft – nun beginnt das eigentliche Schreiben der Facharbeit. Auch dafür gibt es einige formale Regeln und Tipps, die dir das ganze erleichtern.

Gliederung der Facharbeit – Schritt 3

Eine Seminar- oder Facharbeit besteht aus einer Einleitung, einem Hauptteil, einem Fazit und einem Anhang. Wenn du dich in dein Thema eingelesen hast, entwickelst du eigene Fragestellungen für den Hauptteil. Womit beschäftigt sich die Forschung, was gilt es zu klären? Im Hauptteil der Facharbeit arbeitest du deine Fragen Punkt für Punkt ab. In der Einleitung beschreibst du dein Thema, definierst die grundlegenden Begriffe und erklärst die Methoden, mit denen du arbeitest. Weil am Anfang der Arbeit manchmal noch nicht ganz sicher ist, welches Vorgehen zum Ziel führt, kann es sinnvoll sein, die Einleitung der Arbeit erst am Schluss zu schreiben. Im Fazit fasst du die Ergebnisse deiner Arbeit kurz zusammen. In den Anhang kommen das Literaturverzeichnis und gegebenenfalls Grafiken, Tabellen oder Interviews. Tipp: Schau dir ein paar Facharbeiten aus deinem Fachbereich an, bevor du mit der Gliederung beginnst, um dich mit dem Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten vertraut zu machen.

Zitieren in Facharbeiten – Schritt 4

Zur Beurteilung wissenschaftlicher Arbeiten ist es von zentraler Bedeutung, auf welche Ergebnisse der Wissenschaftler selbst gekommen ist. Das bedeutet: Um dich nicht mit fremden Federn zu schmücken, musst du alles, was du von anderen Autoren übernimmst, als Zitat kennzeichnen. Du kannst andere Inhalte direkt zitieren und sie in Anführungszeichen gesetzt wortgetreu abschreiben. Sinnvoller ist es aber oft, die Aussagen mit eigenen Worten wiederzugeben. Eine gängige Methode zur Kennzeichnung von Zitaten ist das Setzen einer Fußnote (in Word unter dem Reiter „Verweise“), einer kleinen, hochgestellten Zahl nach dem Textzitat. Am Seitenende steht die Erläuterung zur Fußnote, die in der Regel den Nachnamen des Autors, das Veröffentlichungsjahr und die Seitenzahl des Aufsatzes oder Buchs enthält, auf das sich die Textstelle bezieht.

Beispiel-Zitat:

Lore ipsum… 1

_____________________

1 Mustermann 2017, S. 118 ff

 

Formal gibt es allerdings mehrere Möglichkeiten, wissenschaftlich korrekt zu zitieren. Welche Methode an deiner Schule üblich ist, erfährst du von der Lehrkraft, die deine Facharbeit oder Seminararbeit betreut.

Anhang mit Literaturverzeichnis der Facharbeit – Schritt 5

Alle Autoren, auf die du dich beziehst, listest du im Literaturverzeichnis auf. Für das Literaturverzeichnis gibt es ebenso wie beim wissenschaftlichen Zitieren unterschiedliche Methoden der formalen Gestaltung. Die Reihenfolge der verwendeten Literatur richtet sich in der Regel alphabetisch nach dem Nachnamen des Verfassers, den Vornamen des Autoren kannst du meistens abkürzen. Es folgen das Erscheinungsjahr, der Titel, gegebenenfalls die Internetseite oder die Zeitschrift der Veröffentlichung und der Ort der Erscheinung. Eine Nennung des Verlags ist möglich, aber nicht immer gefordert. Auch beim Literaturverzeichnis solltest du dich bei deiner betreuenden Lehrkraft über die an eurer Schule gängigen formalen Anforderungen erkundigen.

In den Anhang kommt außerdem oft auch Material, das du zur Erklärung einbringst, das aber den Lesefluss stört. Das können Grafiken, Tabellen oder Interviews sein. Die konkret für die Fragestellung verwendeten mathematischen Formeln bei naturwissenschaftlichen Arbeiten sind aber in der Regel direkt im Text zu finden. Häufig wird bei Facharbeiten in Anhang auch eine schriftliche Erklärung verlangt, dass die Arbeit selbst erstellt wurde. Auch dadurch wird noch einmal klar: Abschreiben gilt nicht.

Hat dir deine Seminar- oder Facharbeit Spaß gemacht, kannst du dich übrigens schon mal auf die Uni freuen. Wissenschaftliches Arbeiten gehört zum Alltag des Studentenlebens.

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