Auslandsaufenthalt nach dem Abi

Auslandsaufenthalt nach dem Abi © Adobe Stock

Die Zeit zwischen dem Abi und dem Studienbeginn oder Start in eine Ausbildung ist eine der besten Gelegenheiten, um für eine Weile ins Ausland zu gehen. Wie du deinen Auslandsaufenthalt planst, welche Möglichkeiten du hast und was das Ganze kostet, erklärt dir unser Beitrag.

Nach dem Abitur ins Ausland: Tipps & Möglichkeiten
    Reisen und gleichzeitig studieren © IU International University


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    Nach dem Abi ins Ausland – aber wohin? Beliebte Zielländer

    Wenn du nach dem Abi die Welt entdecken möchtest, ist eine der ersten Fragen natürlich: Wo soll es denn überhaupt hingehen? Bei der Auswahl der Ziele für deinen Auslandsaufenthalt spielen unter anderem diese Kriterien eine Rolle:

    • Sprache
    • Lebensstandard
    • Sicherheit
    • Entfernung

    Besonders beliebt sind englischsprachige Länder, zum Beispiel:

    • Neuseeland
    • Australien
    • Kanada
    • USA
    • Großbritannien
    • Irland

    Wegen des Brexits sind Aufenthalte in Großbritannien allerdings seltener geworden. Wenn du ein englischsprachiges Land kennenlernen, aber nicht so weit weg möchtest, kann Irland eine interessante Alternative sein.

    Aktuell gehen viele Schüler*innen nach dem Abschluss in europäische Länder wie Frankreich, Spanien oder Italien. Für diese Ziele spricht, dass sie gut erreichbar sind und der Lebensstandard und die Sicherheit sich kaum von dem unterscheiden, was du aus Deutschland gewohnt bist. Auch die Organisation ist einfacher: Innerhalb der EU brauchst du kein Visum, musst dich nicht gesondert um eine Krankenversicherung kümmern und hast automatisch eine Arbeitserlaubnis. Gleichzeitig bietet Europa eine große kulturelle Vielfalt, vor allem, wenn du Länder erkundest, die nicht zu den gängigen Reisezielen gehören. Spannend sind zum Beispiel auch Skandinavien oder das Baltikum.

    Wenn du Spanisch sprichst oder diese Sprache lernen möchtest, kommt neben Spanien natürlich auch Südamerika oder Lateinamerika als Ziel für deinen Auslandsaufenthalt in Frage. Wichtig ist hier allerdings, dass du dich im Vorfeld über das Thema Sicherheit informierst und entsprechende Warnungen berücksichtigst. Beliebte Reiseziele in Südamerika sind zum Beispiel Argentinien, Brasilien, Chile, Peru oder auch Costa Rica.

    Viele Schüler*innen zieht es nach dem Abi auch nach Asien. Beliebte Länder sind hier unter anderem

    • Thailand
    • Südkorea
    • Indonesien
    • Vietnam

    Auslandsaufenthalte in Afrika sind nicht ganz so häufig, doch auch hier gibt es einige beliebte Reiseziele für die Zeit nach dem Abi, zum Beispiel Südafrika. Auch vor Aufenthalten in Afrika solltest du dich über die Sicherheitslage informieren. Hilfreich sind hier außerdem Französischkenntnisse.

    Langer oder kurzer Auslandsaufenthalt?

    Wenn du ein Land intensiv kennenlernen und die Sprache richtig gut sprechen möchtest, solltest du dir nach dem Abi eine Auszeit nehmen und am besten ein ganzes Jahr einplanen. Vor allem bei weit entfernten Ländern lohnt sich ein längerer Aufenthalt außerdem oft auch aus Kostengründen. In Asien oder Südamerika zum Beispiel sind die Lebenshaltungskosten oft sehr günstig, der Flug aber häufig teuer. Je länger du bleibst, desto mehr rechnet sich das Ganze.

    Immer mehr Schüler*innen entscheiden sich inzwischen allerdings für kürzere Auslandsaufenthalte von einigen Wochen oder Monaten. Der Vorteil: Du musst dir keine so lange Auszeit nehmen und kannst unter Umständen auch mehrere Länder auf verschiedenen Kontinenten kennenlernen.

    Sprachreisen nach dem Abi

    Wenn du nicht so lange weg möchtest und es dir besonders auch um die Verbesserung deiner Sprachkenntnisse geht, ist eine Sprachreise nach dem Abi eine gute Möglichkeit. Sprachreisen dauern in der Regel zwei bis sechs Wochen. Meistens hast du vormittags Unterricht und nachmittags frei. In den Sprachkursen lernst du junge Leute aus der ganzen Welt kennen. Oft entstehen dadurch Freundschaften, die lange halten, und du besuchst vielleicht später einmal eine*n ehemalige*n Mitschüler*in in der Türkei oder in Mexiko.

    Ähnlich wie bei einem Schüleraustausch bist du auch bei Sprachreisen meistens in einer Familie untergebracht, so dass du die kulturellen Eigenheiten des Landes kennenlernen und erleben kannst.

    Backpacking: Auf eigene Faust die Welt erkunden

    Mit dem Rucksack auf Tour zu gehen, erfordert ein bisschen Mut und vor allem eine gute Planung. Außerdem solltest du ein bisschen Erfahrung im eigenständigen Reisen mitbringen. Wenn du bisher nur mit deinen Eltern im Urlaub warst, ist monatelanges Backpacking in Afrika sicher erstmal nicht das Richtige für dich.

    Beim Reisen mit dem Rucksack musst du dich auf unvorhergesehene Dinge einstellen: ein Bus, der einfach nicht kommt, eine Magendarmerkrankung während der Fahrt, Quartiere, die so ganz und gar nicht deutschen Komfort- und Sauberkeitsstandards entsprechen. Wenn du dich aber, am besten zusammen mit Freunden, auf dieses Abenteuer einlässt, lernst du die Welt von einer ganz anderen Seite kennen und bekommst einen völlig neuen Blick auf dein früheres Leben zuhause. Auch beim Backpacking ergeben sich häufig Kontakte zu Reisenden aus aller Welt. Weiterer Vorteil: Beim individuellen Reisen mit dem Rucksack bist du flexibel und kannst spontan entscheiden.

    Freiwilligendienste im Ausland

    Du möchtest für längere Zeit weg und dich dabei gemeinnützig engagieren? Dann könnte ein Freiwilligendienst im Ausland das Richtige für dich sein. Einsatzstellen gibt es zum Beispiel im sozialen, ökologischen, politischen und kulturellen Bereich – und zwar auf der ganzen Welt. Die wichtigsten Programme sind:

    • Europäisches Solidaritätskorps (ESK): Freiwilligendienst der EU-Kommission in sozialen, ökologischen, politischen und kulturellen Einrichtungen
    • Weltwärts: Freiwilligendienst des Bundesentwicklungsministeriums, vorwiegend im sozialen Bereich in Entwicklungs- oder Schwellenländern des globalen Südens, zum Beispiel in Afrika
    • Kulturweit: Freiwilligendienst der UNESCO, vor allem in kulturellen Projekten
    • Internationaler Jugendfreiwilligendienst: Freiwilligendienst des Bundesfamilienministeriums im sozialen, ökologischen oder politischen Bereich
    • FSJ im Ausland: ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) kannst du je nach Trägerorganisation auch bei einer Einsatzstelle im Ausland absolvieren.

    Freiwilligendienste im Ausland dauern meistens ein Jahr, möglich sind aber auch Einsätze ab zwei Monaten bis zu zwei Jahren. Mehr zu internationalen Freiwilligendiensten findest du in unserem Beitrag Freiwilligenarbeit im Ausland.

    Extra-Tipp: Teilweise werden internationale Freiwilligendienste auch kostenpflichtig von privaten Unternehmen angeboten. Viele dieser Anbieter – aber nicht alle – sind seriös. Am sichersten bist du mit einem staatlich geförderten Freiwilligendienst. Hier profitierst du nicht nur von finanziellen Zuschüssen, die Programme werden auch intensiv geprüft.

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    Workcamps im Ausland

    Ähnlich wie bei einem Freiwilligendienst ist auch ein Workcamp mit gemeinnützigem Arbeiten verbunden. Vielleicht renovierst du eine Schule in Finnland, restaurierst Denkmäler in der Slowakei oder kümmerst dich um exotische Tiere in einem Wildtierpark in Namibia. Allerdings ist dauert ein Workcamp nicht so lange wie ein Freiwilligendienst: Meistens bis du nur zwei bis vier Wochen unterwegs.

    Untergebracht bis du entweder bei einheimischen Familien oder vor Ort in der Einrichtung, in der du arbeitest. Meistens wohnst du in deiner Unterkunft zusammen mit anderen Teilnehmer*innen des Workcamps aus der ganzen Welt, so dass sich auch hier internationale Freundschaften entwickeln und du die Gelegenheit hast, dein Englisch zu verbessern.

    Extra-Tipp: An einem Workcamp kannst du auch teilnehmen, wenn du noch nicht volljährig bist. Deshalb eignen sich Workcamps auch gut für Schüler*innen, die in den Ferien einmal eine besondere Erfahrung machen möchten.

    Work & Travel und Wwoofing

    Beim Work and Travel kombinierst du arbeiten mit Reisen. Meistens führst du einfache Jobs und Hilfsarbeiten aus, zum Beispiel bei der Ernte in der Landwirtschaft. Deine Einsätze sind flexibel und lassen dir noch genügend Zeit, um die Gegend zu erkunden. In der Regel arbeitest du ein paar Wochen lang auf einer Farm, auf der du auch wohnst, und ziehst dann wieder weiter. Beliebt sind zum Beispiel Work and Travel Programme in Neuseeland und Australien, es gibt aber Angebote auf der ganzen Welt, auch für Europa. Eine besondere Form des Work and Travel ist das sogenannte Wwoofing, bei dem du in der ökologischen Landwirtschaft jobbst.

    Extra-Tipp: Bei Work and Travel-Programmen verdienst du zwar Geld, aber dein Lohn reicht normalerweise nicht, um deinen Lebensunterhalt komplett zu finanzieren. Je nachdem, wo du bist und welchen Lebensstandard du dir wünschst, musst du einige Tausend Euro an Eigenanteil einkalkulieren.

    Au-pair-Stellen: Auslandsaufenthalt mit Familienanschluss

    Früher einmal der Klassiker unter den Auslandsaufenthalten, sind sie inzwischen nicht mehr ganz so gefragt: Au-pair-Stellen. Allerdings gibt es nach wie vor viele Angebote, vor allem in den USA. Bei Au-pair-Stellen bist du für eine bestimmte Zeit, meistens für ein Jahr, bei einer Familie zu Gast und kümmerst dich dort um die Kinder und den Haushalt. Der Vorteil: Du bist gut abgesichert, bekommst Verpflegung, Unterkunft ein kleines Gehalt, hast geregelte Arbeitszeiten, Ansprechpartner vor Ort und kannst in der Regel auch einen Sprachkurs absolvieren. Gerade in Amerika gelten für Au-pair-Stellen strenge Gesetze, die dir viele Rechte garantieren.

    Einen Erfahrungsbericht eines Au-pair-Mädchens findest du in unserem Beitrag Freiwilligendienst, Au-pair: Fernweh hat viele Gesichter.

    Probestudium im Ausland: Summer Schools

    Wenn du die Welt entdecken und schon mal Uniluft schnuppern möchtest, könnte eine Summer School, oft auch Summer Session genannt, ein heißer Tipp für dich sein. Die sogenannten Summer Schools werden von Hochschulen auf der ganzen Welt angeboten. Sie finden in den Semesterferien statt und behandeln über einen Zeitraum von einigen Wochen bis zu zweieinhalb Monaten ein bestimmtes wissenschaftliches Thema aus einem Fachbereich. An diesen Sommerkursen nehmen häufig Studierende aus verschiedenen Universitäten Teil, du kannst aber auch schon vor dem Studium und in manchen Fällen sogar als Schüler*in teilnehmen. Voraussetzung ist meistens das Abitur oder Fachabitur und ein Nachweis über Sprachkenntnisse, zum Beispiel ein TOEFL-Test.

    Auslandssemester & Auslandspraktikum

    Natürlich kannst du auch für eine bestimmte Zeit im Ausland studieren und ein Auslandssemester oder Auslandsjahr an einer Universität absolvieren. Auslandsaufenthalte im Studium finden allerdings nicht gleich nach dem Abi zum Studienbeginn, sondern meistens erst nach dem vierten Semester statt. Auch für ein Auslandspraktikum ist die Zeit nach dem Abi nicht optimal, denn Betriebe vergeben ihre Praktikumsplätze nur selten an Bewerber*innen aus dem Ausland, die noch keine Berufs- oder Studienerfahrung haben.

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    Auslandsaufenthalt nach dem Abitur: Planung, Kosten, Orga

    Für welches Auslandsprogramm du dich auch entscheidest: Ohne gute Vorbereitung geht es in der Regel nicht. Zunächst sind ein paar Grundsatzfragen zu klären:

    • Wie lange möchtest du weg?
    • Wo möchtest du hin?
    • Wie möchtest du deine Zeit im Ausland nutzen?

    Bist du dir darüber im Klaren, kannst du mit den konkreten Planungen beginnen. Wichtig ist erst einmal der finanzielle Rahmen. Denn auch, wenn du im Ausland jobbst oder an einem internationalen Freiwilligendienst teilnimmst: Mit einem Eigenanteil von einigen Tausend Euro musst du fast immer rechnen. Wie viel dein Auslandsaufenthalt tatsächlich kostet, hängt von der Dauer, deinem Reiseziel und natürlich auch von deinem Lebensstil ab.

    Je nachdem wo du hin möchtest, musst du dich außerdem um ein Visum und einen Auslandskrankenschutz kümmern. Hast du vor, außerhalb der EU zu jobben, brauchst du eine Arbeitserlaubnis. Ebenfalls wichtig: Wenn es dich in exotische Länder zieht, ist eine Beratung beim Arzt oder der Ärztin über benötigte Impfungen und Medikamente, zum Beispiel die Malariaprophylaxe, nötig. Weitere Tipps zur Organisation deines Auslandsaufenthalts findest du in unserem Beitrag Auslandsaufenthalt: Tipps und Checkliste und im Experteninterview mit Regina Pfeifer von Eurodesk.


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