Betriebswirtschaftslehre – was ist das?

Betriebswirtschaftslehre © Adobe Stock

Mehr als acht Prozent der Studierenden in Deutschland sind für Betriebswirtschaftslehre eingeschrieben. Betriebswirtschaftslehre – abgekürzt BWL – zählt seit Jahren zu den meistgewählten Studiengängen. Doch womit beschäftigen sich BWL-Student*innen überhaupt? Und welche Jobs machen Betriebswirt*innen nach dem Abschluss? Unser Beitrag erklärt es dir.

Der Studiengang Betriebswirtschaftslehre

    Worum geht es in der Betriebswirtschaftslehre?

    Betriebswirtschaftslehre befasst sich damit, wie Entscheidungen in Unternehmen zustande kommen. Wann lohnt sich eine Investition? Welche Voraussetzungen sind für die Neueinführung von Produkten nötig? Soll Personal aufgestockt werden? Mit wie viel Budget müssen die einzelnen Abteilungen ausgestattet werden, und welche Preise sollen für die angebotenen Produkte festgelegt werden? Um Fragen wie diese beantworten zu können, musst du wissen, wie ökonomische Prozesse in Betrieben funktionieren. Genau das lernst du im BWL Studium.

    Um unternehmerische Vorgänge verstehen und richtig beurteilen zu können, brauchst du ein gewisses Handwerkszeug: Du musst zum Beispiel Bilanzen lesen können, rechtliche Rahmenbedingungen kennen und wissen, welche Faktoren beim Erzielen von Umsätzen und Gewinnen eine Rolle spielen. Für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre brauchst du deshalb sowohl Mathematik – beispielsweise Statistik – als auch ein gutes Textverständnis, auch in Englisch, um die oft komplexe Fachliteratur zu verstehen.

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    Welche Fächer beinhaltet ein BWL Studium?

    Was für Lehrveranstaltungen du hast, wenn du Betriebswirtschaftslehre studierst, hängt teilweise davon ab, wie deine Hochschule oder Universität den Studiengang ausgestaltet. Bestimmte Fächer gibt es jedoch in allem BWL-Studiengängen: Mit Rechnungswesen, Finanzwirtschaft, Statistik, Marketing und einigen anderen Themengebieten wirst du dich als Studierende*r der Betriebswirtschaftslehre auf jeden Fall beschäftigen.

    An der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) beinhaltet ein Bachelorstudium in BWL zum Beispiel unter anderem Module wie

    • Einführung in das Rechnungswesen
    • Investition und Finanzierung
    • Recht
    • Statistik (Deskriptive Statistik und Induktive Statistik)
    • Unternehmensführung und Marketing
    • Organisationstheorie

    An der Humboldt-Universität in Berlin sind im Studiengang Betriebswirtschaftslehre Module vorgesehen wie

    • Internes Rechnungswesen
    • Externes Rechnungswesen
    • Marketing und E-Business
    • Strategie, Organisation und Information Technology
    • Grundlagen der Finanzwirtschaft
    • Recht
    • Mathematik
    • Statistik

    Mit welchen Inhalten sich Studierende der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Stuttgart befassen, erfährst du in unserem Beitrag BWL studieren an der Uni Stuttgart.

    Beispiel-Themen für Bachelorarbeiten der Fachrichtung BWL

    BWL zählt eigentlich zu den praxisnahen Studiengängen. Ziel des Studiums ist es, dass du dein Wissen in der Wirtschaft anwenden und zum Beispiel Empfehlungen für unternehmerische Entscheidungen abgeben kannst. Doch wie in jedem Studium ist auch in der Betriebswirtschaftslehre wissenschaftliches Arbeiten gefragt: Am Ende schreibst du auf Basis dessen, was du im Studium gelernt hast, deine Bachelorarbeit und zeigst damit, dass du verstanden hast, wie in deinem Fachgebiet die Forschung funktioniert.

    Doch welche Themen werden in Bachelorarbeiten im Studiengang BWL untersucht? Das Spektrum ist ungewöhnlich breit. Hier einige Beispiele:

    Titel der BachelorarbeitHochschule / Universität
    Arbeitsbereitschaft und geleistete Arbeit: ein Vergleich zwischen Generation X und Generation YJohann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
    Die umsatzsteuerliche Behandlung betrieblicher KfzUniversität Bayreuth
    Die Wertbemessung von Spielern im ProfifußballUniversität Bayreuth
    Freunde werben Freunde – Prämiengestaltung von WeiterempfehlungsprogrammenUniversität Hamburg
    Das Marketingkonzept. Markenführung und Entwicklung durch Mundpropaganda am Beispiel von StarbucksRheinische Fachhochschule Köln
    Die externe Unternehmensnachfolge bei Familienunternehmen erfolgreich gestalten – Berücksichtigung potenziell auftretender Risikofaktoren anhand ausgewählter ÜbergabeformenHochschule Mainz

    Wo können Betriebswirtinnen und Betriebswirte arbeiten?

    Mit einem Hochschulabschluss in Betriebswirtschaftslehre kannst du dich praktisch in jeder Branche bewerben. Dein Bachelor qualifiziert dich für Jobs in Abteilungen wie zum Beispiel

    • Marketing
    • Personal
    • Buchhaltung
    • Controlling
    • Einkauf
    • Vertrieb

    Du hast gute Chancen auf eine Stelle im Management, auch in einer Führungsposition. Oder du gehst in die Unternehmensberatung, etwa als Wirtschaftsprüfer*in oder Steuerberater*in. Möglich sind außerdem Tätigkeiten als Börsenmakler*in oder Finanzmakler*in – mit Top-Verdienstaussichten. Hast du unternehmerische Ambitionen, dann bietet dir ein Abschluss in BWL beste Voraussetzungen, um ein Start-up zu gründen.

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