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Ausbildung mit Zusatzqualifikation

Ausbildung mit Zusatzqualifikation – fünf Fakten

Sind Ausbildung und Studium wirklich gleichwertige Bildungswege? Ja – wenn du dich rechtzeitig weiterbildest. Damit kannst du schon während der Berufsausbildung anfangen.

Denn nicht nur ein duales Studium ermöglicht dir vertieftes Wissen, das du im Beruf praktisch anwenden kannst. Die Industrie- und Handelskammern (IHK) und die Handwerkskammern (HWK) bieten für alle Berufe anerkannte Zusatzqualifikationen an, die du parallel zu deiner Berufsausbildung erwerben kannst. Die Vorteile: Pluspunkte für den Lebenslauf, bessere Chancen für eine Führungsposition, Optionen für Auslandsaufenthalte und vieles mehr.

Interessant ist die Weiterbildung während der Ausbildung vor allem für Abiturienten und Fachabiturienten oder auch Studienabbrecher, aber auch Absolventen anderer Schulabschlüsse können ihrer Karriere damit einen kräftigen Schubs geben.

Interessiert? Dann sprich das Thema am besten bei dem Ausbildungsbetrieb, bei dem du dich bewerben möchtest, an. Auf der Karrieremesse Stuzubi kannst du diese Frage direkt mit den Ausbildungsverantwortlichen am Messestand abklären.

Hier findest du außerdem fünf wichtige Fakten über  Weiterbildungen in der Ausbildung im Überblick – inklusive Tipps, wo du die richtige Zusatzqualifikation für dich findest.

1. Auslandsaufenthalt, Fremdsprachen & Co.: Berufsübergreifende Weiterbildungen

Die meisten Azubis bilden sich während ihrer Ausbildung in Bereichen weiter, die nicht direkt etwas mit ihrem künftigen Beruf zu tun haben. Am häufigsten sind dabei kaufmännische Zusatzqualifikationen und Weiterbildungen in Fremdsprachen, bei denen teilweise auch Auslandsaufenthalte möglich sind. Mehr als drei Viertel aller Jugendlichen, die parallel zu ihrer Berufsausbildung eine Weiterbildung absolvieren, verbessern ihre Fremdsprachenkenntnisse oder eignen sich betriebswirtschaftliche Kompetenzen an.

Die Programme für die Zusatzqualifikation finden meistens in Form von Kursen statt und enden mit einer gesonderten Prüfung. Du bekommst ein Zertifikat, das dir bei der Bewerbung einen Vorteil verschafft und dich für anspruchsvollere Jobs, zum Beispiel im Management, qualifiziert.

Beispiele für berufsübergreifende Zusatzqualifikationen in der Ausbildung

  • Betriebsassistent/in
  • Fremdsprache für gewerblich-technische Auszubildende
  • Internationales Marketing für kaufmännische Auszubildende

2. Berufsspezifische Weiterbildung während der Ausbildung

In vielen Ausbildungsberufen hast du die Möglichkeit, dir schon in der Ausbildung vertiefte fachspezifische Kenntnisse anzueignen, die über die Mindeststandards hinausgehen. In einigen Berufsausbildungen sind Zusatzqualifikationen in Form von Wahlpflichtfächern Teil der Ausbildung und werden in der Abschlussprüfung benotet.

Viele Weiterbildungen werden aber auf rein freiwilliger Basis angeboten, und du legst bei der IHK oder HWK eine eigene Prüfung ab, für die du ein Zeugnis bekommst. Auch einige berufsspezifische Zusatzqualifikationen beinhalten Auslandspraktika oder andere längere Auslandsaufenthalte.

Beispiele für berufsspezifische Zusatzqualifikationen

AusbildungsberufWeiterbildung
Bankkaufmann/-frauFinanzassistent/in
Mechatroniker/-inDigitale Vernetzung/Programmierung/IT-Sicherheit
Medienkaufmann/-frauMedienwirtschaft
Industriekaufmann/-frauEuropakaufmann/-frau
Speditionskaufmann/-frauKauffrau/-mann für Europäischen Waren- und Dienstleistungsverkehr (mit Auslandsaufenthalt)
Holzmechaniker/-inCAD/CNC-Fachkraft Holz
Hotelfachfrau/-mannHotelmanagement
Koch/KöchinVegetarisch-veganer Koch/vegetarisch-vegane Köchin

3. Als Azubi Teile der Meisterprüfung ablegen

Mit der richtigen Zusatzqualifikation zur Ausbildung kommst du auf deinem Karriereweg schneller voran. Das gilt vor allem für Ausbildungsberufe im Handwerk, bei denen eine Weiterbildung während der Berufsausbildung Teile der Meisterprüfung ersetzen kann. Hier gibt es Zusatzqualifikationen, die dir kaufmännisches Wissen vermitteln, das du brauchst, wenn du dich als Unternehmer im Handwerk selbstständig machen und einen eigenen Betrieb eröffnen möchtest.

Die Regelungen für diese anrechenbaren Zusatzqualifikationen sind aber regional unterschiedlich, nicht überall kannst du als Azubi schon erste Schritte in Richtung Meister gehen. Teilweise wird für die Teilnahme an ausbildungsbegleitenden Weiterbildungen, die auf die Prüfungen zum Meister abzielen, auch das Abitur als Voraussetzung verlangt.

Beispiele für Zusatzqualifikationen, die auf die Meisterprüfung angerechnet werden können

  • Betriebsassistent/-in
  • Management-Assistent/-in
  • Geprüfter Fachmann/Geprüfte Fachfrau für kaufmännische Betriebsführung
  • Technischer Betriebswirt/Technische Betriebswirtin

4. Weiterbildung für Auszubildende mit Abitur

Für bestimmte Zusatzqualifikationen zur Berufsausbildung brauchst du das Abi oder mindestens eine Fachhochschulreife. Ob für eine Weiterbildungen das Abitur verlangt wird, hängt von der jeweiligen Kammer ab, die das Programm anbietet, und ist regional unterschiedlich.

Beispiele für Weiterbildungen für Azubis mit Abi

  • Finanzassistent/-in (IHK Heilbronn)
  • Betriebsassistent/in im Handwerk (HWK Osnabrück)
  • Fremdsprache für kaufmännische Auszubildende (IHK Saarland)

5. Unterschiede der Bundesländer

Angebote für Zusatzqualifikationen neben der Berufsausbildung gibt es in allen Bundesländern. Besonders verbreitet sind Ausbildungen mit Extra aber in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. In Baden-Württemberg gibt es knapp 90, in NRW fast 60 Weiterbildungen für Azubis, in den übrigen Bundesländern fällt die Vielfalt mit weniger als 15 verschiedenen Programmen deutlich geringer aus. Welche Weiterbildungen während der Ausbildung es für deinen Traumberuf in deiner Region gibt, erfährst du in der Datenbank von AusbildungPlus.

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