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Altenpflegerin & Altenpflegehelferin

Ausbildung zur Altenpflegerin und zur Altenpflegehelferin © Stuzubi

Examinierte Fachkräfte werden in der Altenpflege dringend gebraucht. Doch das Gerücht, man würde als Altenpflegerin oder Altenpfleger hart arbeiten und wenig verdienen, hält sich hartnäckig und schreckt vermutlich einige Schüler*innen ab, sich für die Ausbildung zu bewerben. Auf stuzubi.de verraten eine Auszubildende Altenpflegerin und eine Altenpflegehelferin in Ausbildung, wie ihr Arbeitsalltag tatsächlich aussieht, und warum ihr Beruf der schönste ist, den sie sich vorstellen können.

Sabrina Höfner, 35, Altenpflegerin in Ausbildung zur Fachkraft beim ambulanten Pflegedienst der Caritas München

„Das Soziale wurde mir praktisch in die Wiege gelegt. Meine Mutter ist Krankenschwester, und ich hatte schon immer Interesse an ihrem Beruf, und wollte zum Beispiel alles über den Körper wissen.

Nach der Schule wurde ich dann zunächst Arzthelferin, habe danach aber 15 Jahre in einem Altenheim gearbeitet. Aus meiner praktischen Erfahrung im Altenheim konnte ich viel Wissen anwenden, aber es ist natürlich auch schön, wenn man als Fachkraft agieren kann. Deshalb mache ich jetzt eine Ausbildung zur Altenpflegerin bei einem ambulanten Pflegedienst.

Das besondere an meinem Beruf ist seine Vielfalt, das Gemeinschaftliche und die Verantwortung, die man übernimmt. Als Altenpflegerin arbeitet mit Menschen und das ist sehr individuell, jeder Tag ist anders und es wird nie langweilig. Natürlich hat man seine Zeitfenster, die Grundpflege darf zum Beispiel nur so und so lange dauern. Aber ich kann mich währenddessen mit meinen Klienten unterhalten und lerne sie kennen.

Anders als im Altenheim, wo ständig die Glocke läutet oder ich auf dem Weg zum Patienten zweimal wegen anderer Dinge angesprochen werde, kann ich mich als Altenpflegerin beim ambulanten Dienst ganz auf die einzelnen Klienten konzentrieren. Und ich kann den Menschen ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause zu bleiben. Das ist sehr schön. Aber es ist auch mit viel Verantwortung verbunden, weil ich mit den Menschen alleine bin. Das bedeutet, ich muss Symptome erkennen, und beispielsweise richtig einschätzen können, wann ich einen Arzt hinzuziehen muss.

Auch Gehaltssteigerungen sind inzwischen da, gemessen an der Verantwortung, die man als Altenpflegerin hat, sollte hier aber noch mehr passieren. Wenn ich noch einmal vor der Wahl stünde, würde ich mich aber auf jeden Fall wieder für meinen Beruf entscheiden.“

Der Caritasverband der Erzdiözese München Freising zählt zu den Ausstellern der Studien- und Ausbildungsmesse Stuzubi in München.

Silva Abdallah, 20, Auszubildende als Altenpflegehelferin bei der Stiftung Evangelisches Altenheim Ludwigsburg, einer Mitgliedseinrichtung des Diakonischen Werks Württemberg

„Ich bin in Syrien geboren und seit 2017 in Deutschland. Zur Altenpflege kam ich über mehrere Praktika. Ich mag es, mit alten Menschen zu arbeiten. Ich habe selbst eine Großmutter, die schon alt und schwer krank ist und die ich in meinem Heimatland zurücklassen musste. Ich wäre froh, wenn sie so gut versorgt wäre, wie die alten Menschen hier, aber bei uns gibt es keine Altenheime. Weil ich keinen in Deutschland anerkannten Schulabschluss habe und mich deshalb noch nicht für eine Ausbildung als Pflegefachkraft bewerben kann, habe ich erst einmal über das Diakonische Werk Württemberg ein Freiwilliges Soziales Jahr im Altenheim absolviert.

Nach meinem FSJ habe ich eine Ausbildung zur Altenpflegehelferin in einem Altenheim in Ludwigsburg begonnen. Als Altenpflegehelferin übernehme ich Aufgaben wie zum Beispiel das Bett zu machen, den Leuten das Essen zu bringen, oder auch ihnen beim Essen zu helfen, wenn sie das nicht mehr alleine können. Dabei bemühe ich mich, alles so zu machen, dass sich die Bewohner fühlen wie zuhause. Ich unterstütze die Pflegekräfte auch, wenn sie die Menschen medizinisch versorgen, und halte beispielsweise das Bein, wenn ein Verband angelegt wird.

Bei meiner Ausbildung zur Altenpflegehelferin kann ich den Pflegefachkräften bei all ihren Tätigkeiten zuschauen. Ich frage auch immer nach, zum Beispiel, welche Medikamente verabreicht werden. Selbst darf ich noch keine Medikamente geben, aber ich will alles wissen. Medizin ist meine Berufung. Nach meinem Abschluss werde ich mich für eine Ausbildung als Pflegefachfrau bewerben. Mein Ziel ist es, später einmal als gelernte Fachkraft in meinem Altenheim zu arbeiten.“

Das Diakonische Werk Württemberg zählt zu den Ausstellern der Studien- und Ausbildungsmesse Stuzubi in Stuttgart.

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