Endlich Urlaub ohne Eltern – jetzt bestimmst du, wo es hingeht. Dir ist dabei auch das Thema Klima- und Umweltschutz wichtig? Nachhaltig reisen beginnt bei der Auswahl der Reiseziele und Nutzung umweltschonender Verkehrsmittel. Auch bei den Übernachtungen kannst du Ressourcen einsparen, etwa mit privaten Unterkünften oder Camping. Mit bewusstem Konsumverhalten beim Einkaufen und Essengehen kannst du ebenfalls mit wenig Aufwand viel für den Klimaschutz tun. Weiterer angenehmer Nebeneffekt: Nachhaltig reisen macht deinen Urlaub kostengünstiger. 5 Tipps, die vor allem Jugendliche gut umsetzen können.
Tipp 1: Nachhaltige Reiseziele – Europa statt Übersee
Die erste Frage bei der Urlaubsplanung ist meistens: Wohin soll die Reise gehen? Gerade wenn du damit beginnst, ohne deine Eltern Urlaub zu machen, haben Reiseziele, die nicht ganz so weit weg sind, einige Vorteile. Für Reisen in der EU brauchst du beispielsweise kein Visum, keine besonderen Impfungen und bist im Notfall schnell wieder daheim. Dabei ist Europa nicht weniger spannend als exotische Länder auf der anderen Seite der Welt. Der Kontinent ist vielfältig wie kaum ein anderer: Ob surfen an der Atlantikküste in Portugal oder wandern in den rumänischen Bergen, für jeden und jede ist etwas dabei.
Gleichzeitig kannst du mit Urlaub in Europa auch was für den Klimaschutz tun: Kurze Reisewege und gut ausgebaute öffentliche Verkehrsinfrastruktur ermöglichen den Verzicht auf Flugzeug und Auto. Außerdem ist der Urlaub in Europa deutlich kostengünstiger als eine Fernreise.
Tipp 2: Nachhaltig reisen mit Geheimtipps statt Hotspots
Die Erfahrung zeigt: Massentourismus und Umweltschutz sind kaum miteinander vereinbar. Zu viele Urlauber*innen an einem Ort bedeutet meistens Stau und Vermüllung. Die steigende Zahl an Ferienwohnungen verknappt außerdem den Wohnraum für die Bevölkerung und verteuert die Mieten. Spätestens wenn es so weit geht, dass Einheimische gegen die Touristenströme auf Demos protestieren, solltest du diese Orte meiden.
Reist du an weniger frequentierte Orte, kann das dagegen der lokalen Wirtschaft helfen.
Konzentriert sich Tourismus nicht nur auf wenige Hotspots, sondern verteilt sich auf viele Regionen, vermeidet das Müllberge und Verkehrschaos – das schont die Umwelt. Und schöner ist der Urlaub auch, wenn es nicht so überlaufen ist. Nachhaltig reisen bedeutet beispielsweise, Länder wie Bulgarien oder Albanien zu entdecken statt am Ballermann Sangria zu schlürfen. Auch preislich sind Geheimtipps meistens viel günstiger als der überbuchte Mainstream.
Tipp 3: Nachhaltiger Urlaub mit Bahn & Fahrrad statt Flugzeug & Auto
Natürlich bist du schneller in Griechenland oder Spanien, wenn du fliegst. Aber gerade Reiseziele in Europa sind oft gut mit der Bahn erreichbar. Wenn du das Ganze richtig planst, beginnt dein Urlaub schon mit der Zugfahrt: Es gibt viel zu sehen, und wenn du Lust hast, kannst du an besonders interessanten Orten einen Zwischenstopp einlegen und ein paar Tage bleiben.
Besonders umweltfreundlich sind Reisen mit der Bahn und dem Fahrrad, das du natürlich im Zug mitnehmen kannst. Oder du mietest dir vor Ort ein Rad. Allerdings solltest du dich im Vorfeld über die Radstrecken an deinem Reiseziel informieren. Finanziell ist die Kombi Bahn und Fahrrad auf jeden Fall erheblich günstiger als Flugzeug und Mietwagen – vor allem, wenn du frühzeitig buchst.
Tipp 4: Nachhaltig reisen mit Camping & Couchsurfing statt Hotel & Ferienwohnung
Auch bei der Wahl deiner Unterkunft im Urlaub kannst du nachhaltig reisen und so viel für die Umwelt tun. Wenn du es richtig machst, indem du Müll vermeidest und auf deinen Energieverbrauch achtest, schont Camping Ressourcen und ist besser fürs Klima als teure Hotelaufenthalte mit Klimaanlage und Pool. Bei kurzen Aufenthalten an einem Ort kann Couchsurfing eine kostengünstige und umweltfreundliche Option sein. Beim Couchsurfing kommst du für wenig Geld in privaten Wohnungen unter – und schläfst dort dann oft tatsächlich auf dem Sofa.
Aber ist ein Hotel oder eine Ferienwohnung nicht bequemer? Vermutlich schon. Dafür knüpfst du auf dem Campingplatz oder beim Couchsurfing interessante Kontakte und dich erwarten spannende Erlebnisse. Komfort oder Abenteuer? Nimm das Abenteuer – du bist nur einmal jung.
Tipp 5: Mehr Klimaschutz durch bewusstes Einkaufen & Essen im Urlaub
Wie zuhause gilt auch im Urlaub: Bewusster Konsum schützt Klima und Umwelt. Statt Wasser in Flaschen von einem halben Liter immer wieder neu zu kaufen, kannst du beispielsweise einen großen Wasserkanister besorgen, mit dem du deine Trinkflasche befüllst. Verwende biologisch abbaubare Seifen und Waschmittel. Besuche die Restaurants, in denen auch die Einheimischen essen, statt der üblichen Touristen-Hotspots. Bringe deinen Freunden lokale Lebensmittel als Geschenk mit statt Souvenirs aus Plastik. Mit vielen kleinen Alltagsentscheidungen kannst du in der Summe eine Menge zum Klimaschutz beitragen.
Fazit: Nachhaltig reisen schont Umwelt & Geldbeutel
Du siehst: Nachhaltig reisen ist gar nicht so schwer. Wenn du dir ein bisschen Gedanken machst und deine Reise entsprechend planst, kannst du deinen Urlaub mit gutem Gewissen genießen. Vielleicht verzichtest du dabei an der ein oder anderen Stelle auf ein bisschen Komfort – aber gerade das bringt dich dem Land und den Menschen oft näher als jedes All-inclusive-Angebot. Weiterer Pluspunkt: Viele der Maßnahmen, die gut fürs Klima sind, schonen auch deinen Geldbeutel.
Nachhaltig reisen hat gerade für Jugendliche viele Vorteile: Du lernst mehr Leute kennen, dein Urlaub ist erschwinglich – und mit etwas weniger Bequemlichkeit kommst du wahrscheinlich viel besser zurecht als deine Eltern. Deshalb ist nachhaltig reisen genau das Richtige für dich, wenn du damit beginnst, ohne deine Familie die Welt zu entdecken.

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